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GENOSSENSCHAFTEN sind wichtiger Teil eines Modernen COOPERATIONS-Wesens. Sie bilden die Struktur für einfaches, schnelles und effektives Zusammenwirken für MENSCHEN in unterschiedlichsten Situationen. Eine passende Struktur zu haben, ist eine gute Ausgangsposition. Wer in "GRUPPEN-VORTEILEN" denkt, hat ein wesentliches Prinzip von COOPERATION verstanden ...
Unser Beraterin Genossenschaftsfragen: DEGP Deutsch-Europäischer Genossenschafts- u. Prüfungsverband e.V.
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Anmerkungen: A. Wir arbeiten mit der Bürgerbewegung CoopGo zusammen. Sie ist unabhängig und überparteilich. Sie vereint Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft. Diese eint Vision und Erkenntnis, dass Kooperation den Menschen mehr entspricht als Konkurrenz. Deshalb gibt sie Anregungen für eine "Welt in Kooperation". B. Zu den neuen Entwicklungen im Bereich Genossenschaften lohnt sich auch ein Besuch bei GenossenschaftsWelt - GenoNachrichten - CoopGo

02.06.2017

Codex Selbstorganisation


 „Codex Selbstorganisation“


Selbstorganisation - ein bedeutsamer Mittler zwischen Kooperation und Konkurrenz


Thesen zu einer Neuen Reformation


Präambel

Selbstorganisation ist eine wesentliche Grundlage, damit Menschen kooperativ leben, erfahren, wirken und gestalten können. Selbstorganisation ist sozusagen die „Delegation“ eines Teiles staatlicher Aufgaben und Souveränität auf Organisationen und Institutionen, die nach kooperativ-demokratischen Grundsätzen aufgebaut sind und allen teilnehmenden Menschen gleiche Rechte zur Mitgestaltung und Förderung ihrer jeweils satzungsmäßig festgelegten Interessen und Rechte gewähren und keine besonderen Rechte aufgrund von Beteiligungskapital vorsehen. Staatliches Handeln legt lediglich einen Rahmen fest, innerhalb derer die Organisationen und Institutionen in Selbstverantwortung frei tätig sein können (Selbstorganisations-Gesetz). Das Grundprinzip lautet: Selbstverantwortung und Selbstregulation sind nur dann einschränkbar, wenn Verstöße gegen Grundrechte, oder wichtige Staatszielbestimmungen vorliegen. Einschränkungen müssen – allgemein oder im Einzelfall –unter Nennung der Handlungen und Auswirkungen für die Allgemeinheit, begründet werden.  

1.
Das Prinzip Konkurrenz durchwirkt und gestaltet einen wesentlichen Teil unseres wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens.     
2.
Konkurrenz baut auf dem Gedanken von mehr Gegeneinander und Kooperation auf dem Gedanken von mehr Miteinander auf.
3.
Konkurrenz zwischen Unternehmen, Organisationen und Menschen hat wichtige Impulse für dynamische und nutzvolle Entwicklungen für Wirtschaft und Gesellschaft ausgelöst.
4.
Konkurrenz zeigt jedoch mit zunehmender Dauer und Intensität, dass ein Prinzip von „Gegeneinander“, ab einem bestimmten Punkt beginnt, mehr Nachteile als Vorteile zu erzeugen.
5.
Das lässt die Einsicht reifen, dass Konkurrenz kein dauerhaft angemessenes System sein kann, um den wahren Interessen der Menschen langfristig zu entsprechen.
6.
Kooperation – das Miteinander der Menschen in Wirtschaft und Gesellschaft – wäre die konsequente Alternative, vor allem deshalb, weil dieses Prinzip konform geht mit Evolution und Natur und unsere Körper – für jeden Menschen nachvollziehbar – sehr effizient und effektiv nach diesem Prinzip arbeiten.
7.
Mit zunehmendem Erkennen der sich stetig deutlicher zeigenden Schwächen des Konkurrenz-Prinzips, werden immer mehr Menschen zu dem Konkurrenz-Prinzip in aktive oder passive Distanz gehen.
8.
Das schwächt – bewusst oder unbewusst – die Stabilität und die Leistungsfähigkeit von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft wird längerfristig zu unkalkulierbaren und unerwünschten Reaktionen führen.
9.
Wirtschaft und Gesellschaft in eine Situation von „Entweder-Oder“ zu bringen, liegt weder im Interesse der Menschen, noch dem Interesse der Entscheidungsträger unseres Landes.
10.
Deshalb ist es intelligenter und ökonomischer, rechtzeitig und einvernehmlich  über „Sowohl-als-auch-Wege“ nachzudenken und dafür geeignete Wege konsequent politisch vorzubereiten, zu erproben und zu befördern.
11.
Vorteilhaft ist zweifellos, dass bereits ein seit vielen Jahrzehnten vorhandenes und erfolgreich erprobtes Modell existiert: Die Selbstorganisation in Wirtschaft und Gesellschaft. 
12.
Die Zeit ist gekommen, jetzt den Menschen im Lande glaubwürdig zu zeigen, dass „Konkurrenz“ und „Kooperation“ keine Gegensätze sein müssen, sondern Optionen. Menschen können dann selbst wählen, welche Form der Organisation von Wirtschaft und Gesellschaft sie ihre „Stimme“ geben wollen.
13.
Um von einer wahren „Option“ sprechen zu können, muss vor allem sichergestellt sein, dass der politische Wille deutlich hervortritt, Selbstorganisation in Wirtschaft und Gesellschaft  in den Stand zu versetzen, diese „Options-Funktion“ auch praktisch ausfüllen zu können.
14.
Zunächst bedarf es einer grundlegenden Bestandsaufnahme und Überprüfung, welche Voraussetzungen politisch notwendig, sinnvoll und zweckmäßig sind, damit Selbstorganisation das in sie gesetzte Vertrauen einlösen kann, damit Menschen sie als wahre Option zwischen Konkurrenz und Kooperation erkennen, akzeptieren und nutzen können.
15.
Der derzeitige Bereich Selbstorganisation lässt sich in Deutschland  – grob – wie folgt umschreiben:
a.    Mehr als 21 Mio. Menschen sind Mitglieder in Genossenschaften
b.    Weit mehr als 50 Mio. Menschen sind Mitglieder in über 600.000 Vereinen.
c.    Über 23.000 Stiftungen wachsen stetig an Anzahl und Bedeutung.
d.   Fast 60 Mio. Menschen sind in Kirchen oder Religionsgemeinschaften organisiert.
16.
Selbstorganisation liegt vor, wenn Struktur und Funktion einer Organisation mindestens folgende Merkmale umfasst:
·         Die Organisation basiert nicht auf individuellen Kapital- und Eigentumsrechten und daraus resultierenden besonderen Einflüssen von Einzelnen oder Gruppen.
·         Die Organisation ist demokratisch strukturiert,  d.h. ihre Funktionsträger werden von allen Mitgliedern oder von diesen gewählten Vertretern (Kontrollorgane, Vertreter, etc.) gewählt, abgewählt und kontrolliert.
·         Alle Mitglieder können, unabhängig von Höhe und Art ihrer Beteiligung – direkt oder indirekt– an der Willensbildung teilnehmen.
17.
Als Einrichtungen der Selbstorganisation können – sofern sie die Voraussetzungen nach Ziff. 16 erfüllen - vor allem folgende Organisationsformen gelten:
·         Vereine
·         Genossenschaften
·         Bürgerinitiativen
·         Zahlreiche Stiftungen
·         Selbstverwaltungseinrichtungen der Wirtschaft
·         Parteiorganisationen
·         Organisationen von Kirchen und Religionsgemeinschaften
18.
Bei der Bedeutung des Weges zu mehr Selbstorganisation ist es angemessen, hierfür – auf Bundes- und Länderebenen - Ministerien für „Selbstorganisation“ (MfSO) einzurichten. Hier werden alle Fragen und Themen, die Bereiche der Selbstorganisation betreffen, politisch koordiniert, initiiert und geklärt. Eine solche Forderung ist mehr als angemessen, wenn man die Bedeutung dieses Sektors als Mittler zwischen Kooperation und Konkurrenz erkennt.   
19.
Zugleich werden bei der Bundesregierung und allen Länderregierungen „Beiräte für Selbstorganisation“ (BeiräteSO) eingerichtet, in denen – drittelparitätisch vertreten sind:
a.    Vertreter der politischen Parteien.
b.    Verbände, die Unternehmen und Organisationen aus den Bereichen  Selbstorganisation vertreten.
c.    Organisationen,  die unmittelbar  Mitgliederinteressen von Organisationen der Selbstorganisation repräsentieren.
20.
Solche Beiräte haben insbesondere folgende Aufgaben:
·         Erstellung eines „Jahresberichtes zur politischen Entwicklung des Selbstorganisationssektors im Lande“,
·         Vorschlags- und Anhörungsrechte zu gesetzliche Initiativen,
·         Übernahme der Funktion eines besonderen Petitionsgremiums für Menschen in und Organisationen der Selbstorganisationsbereiche.
21.
Um die Attraktivität der Sektoren der Selbstorganisation zeitnah wirksam zu steigern, werden – bereichsbezogen - steuerliche- und/oder förderwirtschaftlicher Anreize geschaffen. Vorbild dafür könnte z.B. das „EEG/KWG“ sein. Analog der „Energiewende“ geht es diesmal und eine „Wende“ in Wirtschaft und Gesellschaft, die politisch notwendig ist und bereits jetzt eine auf breite Zustimmung von immer mehr Menschen stößt.   


Moderne Selbstorganisation
heißt – verkürzt - gesagt:

„Jetzt können Menschen selbst wählen:
Mehr Konkurrenz oder mehr Kooperation“


Stand: 31.05.2017


Hinweis: „ReformationsRat“  ist eine Bewegung von Menschen für Menschen. Sie alle eint die Einsicht und das Gefühl, dass die wirklich bedeutsamen Themen in unserem Land entweder bewusst ausgeklammert, verdrängt oder nur sehr oberflächlich behandelt werden. Bedeutsam sind vor allem Themen, die mit dem Sinn oder der Qualität des Lebens, sowie einer hoffnungsvollen und freudvollen  Perspektive für alle Menschen aller Generationen zu tun haben. Gern wird von „Wir“ gesprochen, wird aber selten so gemeint. Die Reformation hat vor 500 Jahren bedeutsame Veränderungen angebahnt, die sich bewährt haben. Jetzt scheint die Zeit gekommen, erneut über bedeutsame Veränderungen oder Reformationen gemeinsam nachzudenken und gemeinsam solche auf den Weg zu bringen. Uns eint die Erkenntnis, dass alle Menschen das Volk sind, für das und durch das alles Bedeutsame zu entscheiden ist.