Willkommen

GENOSSENSCHAFTEN sind wichtiger Teil eines Modernen COOPERATIONS-Wesens. Sie bilden die Struktur für einfaches, schnelles und effektives Zusammenwirken für MENSCHEN in unterschiedlichsten Situationen. Eine passende Struktur zu haben, ist eine gute Ausgangsposition. Wer in "GRUPPEN-VORTEILEN" denkt, hat ein wesentliches Prinzip von COOPERATION verstanden ...
Unser Beraterin Genossenschaftsfragen: DEGP Deutsch-Europäischer Genossenschafts- u. Prüfungsverband e.V.
Weitere Informationen zu den Themen Genossenschaften, Coop, CoopGo, SmartCoop, WirKraft-Werke, usw. finden sie auf der Homepage des MMW Bundesverband der Cooperationswirtschaft e.V. Gern können Sie uns Ihre Fragen, Hinweise oder Beiträge zusenden.
Anmerkungen: A. Wir arbeiten mit der Bürgerbewegung CoopGo zusammen. Sie ist unabhängig und überparteilich. Sie vereint Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft. Diese eint Vision und Erkenntnis, dass Kooperation den Menschen mehr entspricht als Konkurrenz. Deshalb gibt sie Anregungen für eine "Welt in Kooperation". B. Zu den neuen Entwicklungen im Bereich Genossenschaften lohnt sich auch ein Besuch bei GenossenschaftsWelt - GenoNachrichten - CoopGo

16.12.2012

Erste Genossenschaften zertifiziert: "Geprüftes Förderkonzept"


GenoTrust eG und SmartEnergy Coop eG als "TopCoop" ausgezeichnet und führen GÜTESIEGEL "Geprüftes Förderkonzept"

Genossenschaften sind die bei weitem insolvenzsicherste Unternehmensform. Noch zu wenige Menschen wissen das jedoch. Und was auch nicht gerade euphorisch stimmt, das Genossenschaftswesen konnte zwar im „UN-Jahr der Genossenschaften“ recht ordentlich an Zahl zulegen, aber liegt insgesamt in Deutschland dennoch gut unter 10.000 Unternehmen.
 
Gleichwohl hat die Unternehmensform „eG“ in der Bevölkerung einen guten Klang, mit stetig wachsenden mit dynamischen Werten.

Rechtzeitig zum Jahresende 2012 konnte die „Qualitätsoffensive Genossenschaftswesen“ des VerbändeNetzwerks Menschen Machen Wirtschaft e.V. (MMW), die Bemühungen mit Erfolg krönen, den Menschen im Lande noch mehr Orientierungssicherheit in Sachen Genossenschaften zu geben. Das – in Verbindung mit Wissenschaftlern, Wirtschaftsprüfern und Prüfungsverbänden des Genossenschaftswesens - entwickelte GÜTESIEGEL „Geprüftes Förderkonzept“ bestand gerade seine Bewährungsprobe, erstmals wurden die Auszeichnungen verliehen.

Zu den ersten Preisträgern mit der Auszeichnung „TopCoop“ gehören die GenoTrust eG und die SmartEnergy Coop eG.
 
Anlässlich der Verleihung der Auszeichnung in Berlin fasste der Vorstand von MMW Funktion und beabsichtigte Wirkung eines solchen Gütesiegels zusammen: „Genossenschaften sind bisher zweifellos im Wirtschaftsleben, die mit Abstand sicherste Rechtsform. Unser Anliegen war es, nicht nur deutlich zu machen, dass dies so bleiben muss, weil dies für die Entfaltung der enormen Zuwachspotenziale dieses Unternehmensbereichs von immens größer Bedeutung ist. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Umbrüche und Vertrauensverlust in anderen Rechtsformen ist es wichtig, den Menschen noch mehr Verlässlichkeit bei der Auswahl ihrer „Mitmach-Entscheidung“ zu geben. Dazu soll das Gütesiegel dienen, das den Wertmaßstab „Genossenschaft“ weiter in den Köpfen der Menschen und auch Unternehmen festigen soll“
 
Das Besondere beider Genossenschaften (GenoTrust und SmartCoop Energy) ist, dass sie zugleich dem VerbändeNetzwerk als „Leitgenossenschaften“ (oder „Patronatsgenossenschaften) zukünftig als Partner für genossenschaftliche Optimierung und Entwicklung zur Verfügung stehen, d.h. die Bereitschaft einbringen, neue Wege zu einem modernen und zukunftsfähigen Genossenschaftswesen praxisnah zu erproben. Sie akzeptieren dazu, sich z.B. besonderer Transparenz- und Überprüfungsregelungen zu öffnen.
 
Für den Vorstand der GenoTrust eG nahm der Vorstand Frank-Peter Evertz die Auszeichnung „TopCoop“ entgegen. Evertz äußerste zwar Verständnis dazu, dass die Anforderungen bis zum Abschluss der Prüfung enorm zeitaufwändig waren und die Prüfer hohe Hürden aufgebaut hatten, die oftmals zu „Überstunden“ führten, gab aber zu bedenken, dass dies wohl kaum von kleineren Genossenschaften geleistet werden kann und zu überlegen wäre, das „Geprüfte Förderkonzept“ in zwei Varianten anzubieten. Sein Vorschlag: Man könnte z.B. zur Wahl stellen, ob eine Genossenschaft sich – neben einer Förderzweckprüfung - auch um die Auszeichnung „TopCoop“ bewerbe oder nicht.
 
Für den Vorstand von MMW versprach Lothar Kühne, diesen Vorschlag aufzugreifen und mit dem Fachbeirat „Förderkonzept-Optimierung“ über entsprechende Varianten zu sprechen. Es sei einleuchtend, dass z.B. Genossenschaften, die nicht ständig eine Vielzahl neuer Mitglieder aufnehmen wollen – wie z.B. eine Handwerksgenossenschaft - nicht unbedingt auf eine Auszeichnung „TopCoop“ Wert lege, weil dies die Tätigen Teilhaber tagtäglich selbst beurteilen könnten.
 
Gleichwohl war man sich im Vorstand von MMW einig, an den durchaus hohen Hürden zum „Geprüften Förderkonzept“ festhalten zu wollen. Dies wurde vor allem mit der Absicht begründet, dass das Zertifikat eine feste und verlässliche Orientierungsgröße in allen Bereichen des Genossenschaftswesens haben soll.
 
Wer damit „wirbt“, muss auch bereit sein zu akzeptieren, dass die Menschen auf das „Gütesiegel“ vertrauen können. Das ist auch der Grund, warum sich MMW entschlossen hat, das Gütesiegel nur zeitlich befristet zu verleihen (1 Jahr oder 2 Jahre) und sich das Recht ausdrücklich – vertraglich festgeschrieben – vorbehält, das Gütesiegel zu widerrufen, sofern sich die prognostischen Werte nicht verifizieren oder die Genossenschaft vom geprüften Unternehmenskonzept nachteilig abweicht.
 
Die Prüfungsdurchführung obliegt ausschließlich den im VerbändeNetzwerk organisierten Prüfungsverbänden, die durch weitere Mitglieder des Fachbeirates (vor allem Wirtschaftsprüfer und Fachberater) unterstützt werden.
 
Zunächst steht die „Förderzweck-Prüfung“ und Zertifizierung nur Mitgliedsunternehmen aus der Verbändestruktur offen. Es ist jedoch beabsichtigt, nach einer Evaluierungsphase auch Genossenschaften ganz allgemein den Zugang zum „Testat“ zu ermöglichen.
 
In der Begründung, warum man von einem „Geprüften Förderkonzept“ spricht und nicht ganz allgemein von einer „Sonderprüfung“, heißt es, dass der „Förderzweck KERNBEREICH und Besonderheit der Rechtsform Genossenschaft“ ist. Und genau diesen Kernbereich wolle man besonders berücksichtigen, denn darüber gewinnt das Genossenschaftswesen einen Großteil, was Menschen an dieser Rechtsform interessiert bis fasziniert: Vertrauen-Sicherheit-Mitgestaltung und natürlich auch angemessenen Ertrag.