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GENOSSENSCHAFTEN sind wichtiger Teil eines Modernen COOPERATIONS-Wesens. Sie bilden die Struktur für einfaches, schnelles und effektives Zusammenwirken für MENSCHEN in unterschiedlichsten Situationen. Eine passende Struktur zu haben, ist eine gute Ausgangsposition. Wer in "GRUPPEN-VORTEILEN" denkt, hat ein wesentliches Prinzip von COOPERATION verstanden ...
Unser Beraterin Genossenschaftsfragen: DEGP Deutsch-Europäischer Genossenschafts- u. Prüfungsverband e.V.
Weitere Informationen zu den Themen Genossenschaften, Coop, CoopGo, SmartCoop, WirKraft-Werke, usw. finden sie auf der Homepage des MMW Bundesverband der Cooperationswirtschaft e.V. Gern können Sie uns Ihre Fragen, Hinweise oder Beiträge zusenden.
Anmerkungen: A. Wir arbeiten mit der Bürgerbewegung CoopGo zusammen. Sie ist unabhängig und überparteilich. Sie vereint Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft. Diese eint Vision und Erkenntnis, dass Kooperation den Menschen mehr entspricht als Konkurrenz. Deshalb gibt sie Anregungen für eine "Welt in Kooperation". B. Zu den neuen Entwicklungen im Bereich Genossenschaften lohnt sich auch ein Besuch bei GenossenschaftsWelt - GenoNachrichten - CoopGo

27.05.2012

Barrierefreie Genossenschaftsgründungen

Die UNABHÄNGIGEN Genossenschaftsverbände beschließen über ihre Leitlinien: MODERNES GENOSSENSCHAFTSWESEN 2020"

Das VerbändeNetzwerk Menschen Machen Wirtschaft (MMW) und der Deutsche GenoCoopBund, der Dachverbände der Unabhängigen Genossenschaftsverbände hatten gemeinsam eingeladen, um über Wege zu einem „Modernen Deutschen Genossenschaftswesen“ zu beraten. „Macht Sinn – für kluge Köpfe – Moderne Genossenschaften“ soll nicht nur der tragende Slogan der UNABHÄNGIGEN sein, mit dem sie sich 2012 präsentieren, sondern ist auch die Überschrift der Berliner Deklaration „Top-in-Coop“, das Zukunftsprogramm der UNABHÄNGIGEN Genossenschaftsverbände, mit der Perspektive 2020.
Es sollte keine der üblichen Fachkonferenz werden, die sich im Kontext der Alltagsthematik
bewegen, sondern es sollte eine Konferenz der PERSPEKIVE werden, wie Gerd K. Schaumann (Präsidium von MMW) in seinem Eröffnungsbeitrag die große Schar der Interessenten aus Verbänden, Politik, Wissenschaft und Management begrüßte. Und die Inhalte des Programms ließen daran auch keinen Zweifel aufkommen, es ging um so etwas, was gemeinhin als Zukunftsorientierung bezeichnet wird.
In der gemeinsamen Erklärung zur Programmkonferenz war das so zusammengefasst:
„Menschen, wie Raiffeisen und Schulze-Delitzsch haben zu ihrer Zeit den Gedanken der Selbsthilfe in Form der Genossenschaft popularisiert und dienten in vielen Ländern als Vorbilder für vorbildliche Entwicklungen. Sie lösten so etwas wie einen Aufbruch aus, gaben neue Orientierungen und überwanden mit der Kraft der Beharrlichkeit und Gemeinschaft viele politische Blockaden. Sie schufen Fakten, obgleich die Rechtslage alles andere als förderlich für sie war.
Über die Jahrzehnte hinweg hat sich dieses Konzept bewährt, aber nur unwesentlich verändert. Daran ändern auch rudimentäre Rechtskorrekturen, wie der von 2006 prinzipiell wenig. In die heutige Zeit gestellt, würden beide Repräsentanten vermutlich erstaunt sein, wie wenig originell oder modern ihr Gedankengut weiterentwickelt wurde, gemessen an dem, was es sein könnte und sein sollte.
Deutschland, einst Ideengeber und „Entwicklungshelfer“ in Sachen Genossenschaft und Kooperation, ist heute eher auf die Ideen und Hilfen anderer Länder verwiesen. Spanien, Italien, Frankreich, um nur einige zu nennen, haben uns längst überholt. Auch die Novelle 2006 kann nicht aus eigener Kraft zustande, sondern musste wegen der EU-Konformität vollzogen werden. Der Weg Deutschlands im Genossenschaftswesen ist der Weg der „Rechtfertigung“, der Suche nach Anerkennung der Rechtsform nicht der der Faszination in der Sache /KOOPERATION“ selbst. Es ist weniger das Denken vom Menschen aus, der für die Realisierung seiner Ideen in der Genossenschaft die geeignetere Form findet. Es scheint, dass Genossenschaften in Deutschland genau umgekehrt funktionieren. Wen wundert es da, dass erst der Petitionsausschuss des Bundestages benötigt wird, um zum genossenschaftlichen Denken anzuregen, die Verbände des Genossenschaftswesens gar ermahnen musste.
Wir UNABHÄNGIGEN wollen uns nicht aus der Verantwortung stehlen, aber wir lehnen es ab, für so etwas wie einen „Stillstand in Sachen Geno-Innovation“ am „Pranger“ zu stehen.
Die UNABHÄNGIGEN der Genossenschaftsverbände erwarten nunmehr, zur Kenntnis zu nehmen, dass das deutsche Genossenschaftswesen sich auf die Verbände des DGRV und GdW reduzieren lässt. Diese seit Jahrzehnten praktizierte Gepflogenheit, muss spätestens mit der Stellungnahme des Petionsausschusses des BT sein Ende finden.
Der Petitionsausschuss hat sich mit etwas befasst, was eigentlich die originäre Aufgabe der Genossenschaftsverbände sein sollte, das Genossenschaftswesen zu fördern!
Sind nun die Gesetze „schuld“, wenn das deutsche Genossenschaftswesen – im Vergleich zum EU-Ausland so „dahindümpelt“? Wir meinen nein. Schon heute haben die Prüfungsverbände genügend Spielraum, um das Gründungsvorhaben schnell, einfach, preiswert und zugleich auch professionell und wertvoll zu unterstützen.
Die UNABHÄNGIGEN wollen dafür gerade im UNO-Jahr der Genossenschaften Zeichen setzen.
Dazu gehört auch, öffentlich über Gründungs-Barrieren zu berichten und Gründungs-Barrieren innerhalb ihrer Strukturen gezielt abzubauen.
Unter info@menschen-machen-wirtschaft.de können Gründer über Gründungs-Barrieren berichten und sich über Genossenschaftsverbände und Prüfungsverbände informieren, die sich der Initiative „Barrierefreie Genossenschaftsgründung“ angeschlossen haben.
Im Schlusswort zitierte Gerd K. Schaumann die Worte eines Konferenzteilnehmers, der dies so formulierte: Es müssen schon triftige Gründe vorliegen, weshalb man die Gründer einer GmbH, UG oder AG anders behandelt als die einer eG. Diese Gründe mag es von Fall zu Fall geben, aber nicht als Schema, und nicht generell. Sinnvoller und einleuchtender wäre es z.B. den Gründungsprozess beratend zu befördern und dafür analog Beratungskostenförderung einbeziehen und am Ende der Startphase – vielleicht nach 6 Monaten – Stellung seitens des zuständigen Prüfungsverbandes zu nehmen, ob das Vorhaben in der gedachten Form sinnvoll war oder Korrekturen angebracht wären ...