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GENOSSENSCHAFTEN sind wichtiger Teil eines Modernen COOPERATIONS-Wesens. Sie bilden die Struktur für einfaches, schnelles und effektives Zusammenwirken für MENSCHEN in unterschiedlichsten Situationen. Eine passende Struktur zu haben, ist eine gute Ausgangsposition. Wer in "GRUPPEN-VORTEILEN" denkt, hat ein wesentliches Prinzip von COOPERATION verstanden ...
Unser Beraterin Genossenschaftsfragen: DEGP Deutsch-Europäischer Genossenschafts- u. Prüfungsverband e.V.
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19.01.2012

Der SmartEnergy-Coop-Fonds – Geno-Selbsthilfe in modernster Form

Verbände-Fonds soll EnergieGenossenschaften neueste Technik bringen.

(Wer nicht gerade Insider ist, hat längst den Überblick verloren, zu beurteilen, welche Energie-Erzeugungs-Technik (EET) die für sein Vorhaben geeignetste ist. Gänzlich überfordert es – sogar die echten oder selbsternannten Experten – zu beurteilen, welche Technik sich in den nächsten Jahren - wie und wohin - entwickeln wird. Wer sich heute lediglich nur auf das konzentriert, was am Markt vorfindbar ist, könnte möglicherweise bald mit neuen Entwicklungen konfrontiert werden: Techniken, die vielleicht derzeit „beste Wirkungsgrade“ ausweisen, könnten plötzlich als völlig überholt gelten …)


Das MMW VerbändeNetzwerk der Deutschen Kooperations- und Genossenschaftswirtschaft e.V. wollte bewusst anlässlich der Fach-Konferenz „Zukunftsfähige Energie-Technologien“ einen Schritt über den Ist-Zustand hinausgehen, um rechtzeitig sich abzeichnende Entwicklungs-Trends zu erkennen und diese vor allem den verbandlichen, mittelständischen EnergieGenossenschaften zugänglich zu machen.

Für den Vorstand des Netzwerks erläuterte Gerd K. Schaumann (Vorstand) das nicht alltägliche gestalterische, kooperativ ausgerichtete Verbands-Engaement wie folgt:

„Unsere MitgliedsGenossenschaften erwarten heute z.B. zu Recht von ihrem Verband Anstöße, wie sie den – gesetzlich definierten – Förderzweck ihres Unternehmens stetig verbessern können. Für EnergieGenossenschaften heißt das, z.B. ein besonderes Augenmerk auf den Wirkungsgrad der eingesetzten Technologien zu legen. Gerade hier – so belegt eine in Auftrag gegebene Effizienz-Vergleichs-Studie – gibt es gravierende Unterschiede, die direkt auf das Betriebsergebnis und damit den Förderzweck einwirken“

Was die Vorstände und Aufsichtsräte von Energie-Erzeuger-Genossenschaften besonders erwarten, kam in der Konferenz deutlich zum Ausdruck: Aussagen darüber, wie sich der technische Wandel in Bezug auf die heutigen Investitionen entwickeln werden. Ein Anliegen, das nur allzu verständlich ist, wenn man bedenkt, dass Investitionen zur Energie-Produktion relativ langfristig zu treffen sind, viel Kapital binden und zugleich anzunehmen ist, dass der technische Wandel gerade erst am Anfang steht.

Sehr schnell wurde klar, dass es wenig Sinn macht, vom Management einer EnergieGenossenschaft zu erwarten, umfassend Einblick und Überblick in das zu bekommen, was die Hersteller als „Zukunfts-Entwicklung“ bezeichnen würden.

Ein Aufsichtsratsvorsitzender einer größeren EnergieGenossenschaft formulierte das zutreffend zugespitzt: „Die Hersteller verkaufen möglicherweise einen Technikstandard, von dem sie selbst wissen, dass er längst überholt ist, tun aber so – verständlich aus ihrer Sicht – als wäre das das Beste.

Hinzu kommt – so die Darstellung einiger Unternehmens-Manager – dass unsere Neumitglieder uns verstärkt auf die sog. Technik-Folgen-Beurteilung ansprechen, z.B. wissen wollen, was mit den alten Fotovoltaik- oder Windkraft-Anlagen für Entsorgungskosten verbunden sind.

Schon im Vorlauf der Konferenz hatten MitgliedsGenossenschaften gefordert, dass das VerbändeNetzwerk in Bezug auf den Aspekt „Technikberatung“ eigene Initiativen ergreifen sollte.

Das Angebot dazu war der Auf- und Ausbau eines verbandlichen Coop-Fonds, dessen Aufgabe es vor allem sein soll, geeignete Antworten in Richtung „Beste Förderzweck-Technik“ geben zu können.

Der Vorstand des VerbändeNetzwerkes bezeichnete die Namenswahl zum Fonds zugleich auch als eine Art „Arbeits-Programm“.

Der „SmartEnergy-Coop-Fonds“ (SEC-Fonds )soll vor allem dazu dienen, auf die Entwicklung zukunftsfähiger Energie-Erzeugungs-Technologien (EET) einzuwirken, d.h. neue Potenziale zu erschließen und bestehende Potenziale zu optimieren.

Dazu einige Beispiele aus dem Handlungsprogramm des SEC-Fonds:

  • Sichten, beurteilen, fördern von innovativen EET-Konzeptionen auf nationaler und internationaler Ebene.
  • Erstellung von „Zukunftsfähigkeits-Expertisen“.
  • Vernetzung zur Bildung unternehmerischer Umsetzungs-Kooperationen auf nationaler und internationaler Ebene.
  • Beratung von EnergieGenossenschaften und Energie-Cooperationen zur Optimierung des Förderzwecks und Schaffung nachhaltig stabiler Unternehmensentwicklungen.
  • Beschaffung und Einsatz von Beteiligungskapital, unter besonderer Berücksichtigung der Unternehmens-Autonomie und Stärkung  der Eigenkapitalbasis.
  • Vernetzung von innovativen Förderern, Multiplikatoren und Beratern (z.B. Wissenschaftler, Erfinder, Manager, Investoren, Sponsoren, Politiker, Medien).
  • Erstellung eines Jahresberichts „Beste zukunftsfähige Energie-Potenziale“.
  • Durchführung von Konferenzen, Fachtagungen, Hearings, etc..

Für den Auf- und Ausbau des Fonds wurde insbesondere ein spezielles, regionales „SENIOR-VIP-COOP-GROUP“ Förder-Konzept entwickelt, das es ermöglicht, Förderern und Sponsoren quasi direkten Einfluss auf die Mittelverwendung des Fonds nehmen zu können.

Die Einbindung des SEC-Fonds in die Verbändestrukturen des MMW-Netzwerkes wiederum soll gewährleisten, dass die Nutznießer des Fonds weitgehend frei von Dritt-Einflüssen, ihre unternehmerische Unabhängigkeit entfalten können.

 Das erste Resümee des MM-Vorstandes gibt Anlass, dass das bisher wohl in dieser Form einmalige Projekt seine ehrgeizigen Ziele erreichen kann: „Es ist uns gelungen, innerhalb von nur 5 Monaten in 8 Regionen SENIOR-VIP-COOP-GROUPS (SeViCo`s) einzurichten, von denen bereits Förder-Optionen in recht beträchtlichem Umfange gezeichnet wurden“

Die Einschätzung der Fonds-Initiatoren scheint sich zu bewahrheiten, dass Menschen durchaus bereit sind, sich auch finanziell zu engagieren, sofern sie konkret sehen, mitentscheiden und erleben können, dass die Mittel transparent, nachvollziehbar und für eine gute Sache eingesetzt werden. Das Thema „Zukunftsfähige Neue Energie“ trifft offenbar den „Handlungs-Nerv“, zumal immer mehr Menschen deutlich wird, dass wir weniger ein „Energie-Problem“ zu haben scheinen, als vielmehr fehlende Bereitschaft, über das hinauszugehen, was Energie-Konzerne zugestehen möchten.

Die Fonds-Initiatoren präferieren deshalb auch die Stärkung einer mittelstandsorientierten Energiekonzeption, weil allgemein nachprüfbar ist, dass wesentliche wirtschaftliche Impulse stets in der Vergangenheit, ihren Ausgangspunkt bei mittelständischen Unternehmen fanden. Warum sollte das ausgerechnet im Energiebereich anders sein?