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GENOSSENSCHAFTEN sind wichtiger Teil eines Modernen COOPERATIONS-Wesens. Sie bilden die Struktur für einfaches, schnelles und effektives Zusammenwirken für MENSCHEN in unterschiedlichsten Situationen. Eine passende Struktur zu haben, ist eine gute Ausgangsposition. Wer in "GRUPPEN-VORTEILEN" denkt, hat ein wesentliches Prinzip von COOPERATION verstanden ...
Unser Beraterin Genossenschaftsfragen: DEGP Deutsch-Europäischer Genossenschafts- u. Prüfungsverband e.V.
Weitere Informationen zu den Themen Genossenschaften, Coop, CoopGo, SmartCoop, WirKraft-Werke, usw. finden sie auf der Homepage des MMW Bundesverband der Cooperationswirtschaft e.V. Gern können Sie uns Ihre Fragen, Hinweise oder Beiträge zusenden.
Anmerkungen: A. Wir arbeiten mit der Bürgerbewegung CoopGo zusammen. Sie ist unabhängig und überparteilich. Sie vereint Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft. Diese eint Vision und Erkenntnis, dass Kooperation den Menschen mehr entspricht als Konkurrenz. Deshalb gibt sie Anregungen für eine "Welt in Kooperation". B. Zu den neuen Entwicklungen im Bereich Genossenschaften lohnt sich auch ein Besuch bei GenossenschaftsWelt - GenoNachrichten - CoopGo

16.02.2011

GENOSSENSCHAFTEN benötigen jetzt - eher mehr als weniger - ATTRAKTIVITÄT

Genossenschaften sind zweifelsohne in Deutschland (endlich) im Aufwind. Insbesondere Entwicklungen im Energiebreich zeigen, was alles machbar wird, wenn BÜRGER und GEMEINDEN sich zu einem konzertierten (wirtschaftlichen) Handeln befähigen. Das erfreuliche Ergebnis: ENERGIEGENOSSENSCHAFTEN sind fast in jeder Gemeinde inzwischen ein ernsthaftes Thema, bei zunehmend beschleunigter Umsetzung.

Nun weiss auch jeder, dass Genossenschaften keineswegs besonders durch den Staat gefördert werden. Das ist gerade im Energie-Sektor eigentlich schon verwunderlich, wenn man den Fördermut des Staates, im Rahmen des Umbaus zu effeizienteren, natürlichen Energieformen sieht. Eigentlich wäre es jetzt konsequent, staatliche Signale auch in Richtung geeigneter Umsetzungs-Strukturen zu geben, was z.B. heißen könnte, Energiegenossenschaften steuerlich attraktiver zu machen. Schaut man genauer hin, wäre dies umso mehr angebracht, weil in genossenschaftlichen Strukturen genau diese Menschen sich wiederfinden, die an der milliarden-starken (Um-) Verteilung im Energiebereich sonst nicht "teilnehmen" können....
Dazu zwei einfache Beispiele: Wer keine Dachfläche hat, weil er/sie kein Hauseigentümer ist, wird auch keine Förderanträge stellen können, genauso wenig, sich ein BHKW fördern lassen oder Strom ins Netz verkaufen können. Eher stehen die meisten in der Situation sich mit einer Stromsteuer auseinandersetzen zu müssen.

Zur Veränderung dieser Situationen kann eigentlich nur eine Energiegenossenschaft (teilweise) Kompensation bringen, und Kompensation in diesem Sinne bedeutet mehr Bürger-Interesse, was wiederum auch Interesse bedeutet, die beklagte "Politik-Lethargie" zu überwinden.

(Es würde sich wirklich  lohnen, nachzurechen, welchen "Umverteilungs-Effekt" die staatliche Energieförderung bedeutet; eine richtige Konzeption, aber ganz sicher nicht als Umverteilungs-Instrument gedacht ...)

In einer solchen Situation wirkt es geradezu komisch, wenn bei der EU über Klagen von Wirtschaftsverbänden beraten wird, (scheinbare) Vorteile von Genossenschaften zu "schleifen". Zwar ist Deutschland davon (zunächst) nicht betroffen, sondern Italien, Spanien und Frankreich, aber jeder ahnt, was eine entsprechende Korrektur in diesen Ländern im Rahmen einer sog. Harmonisierung für Deutschalnd bringen wird.

Die Bundesregierung wäre gut beraten, diesbezüglich eine klare Haltung zugunsten des Genossenschaftswesens zu demonstrieren.
Die Klage lautet denn auch etwas "schlitzohrig", dass es sich um einen Verstoß gegen den "fairen Wettbewerb" handeln würde. Was aber wäre z.B. daran unfair, wenn Genossenschaften steuerbegünstigt Jahresüberschüsse in eine besondere Rücklage einbringen könnten? Gerade bei Genossenschaften spielt die Selbstfinanzierungsmöglichkeit eine wichtige Rolle, weil es nur schwer vorstellbar ist, dass von Banken geforderte Sicherheiten überhaupt zu erbringen sind, weil es im eigentlichen Sinne keine "Kapitaleigentümer" gibt, und Banken wohl kaum bereit sind, für hunderte "Klein-Teilhaber" entsprechende Kleinst-Bürgschaften zu akzeptieren. Wenn man schon über "fair" redet, dann sollte man auch bereit sein, genauer hinzuschauen....

Eigentlich ist es viel einfach, als gedacht: Wenn die Bundesregierung  das Thema Kooperation bzw. Wirtschaftskooperation für politisch wichtig halten würde, wäre ihre Haltung schnell klar, wäre selbst eine Weiterung der Förderpolitik in Deutschland zugunsten von Genossenschaften möglich; die Rettung des Bankenwesens hat gezeigt, was geht, wenn man wirklich will ...

Das VerbändeNertzwerk Menschen machen Wirtschaft unterstützt nachhaltig die entsprechend laufenden Petiotionen in Richtung Erhalt dessen was in Italien, Spanien und Frankreich ist (mehr dazu unter http://www.gopetition.com/ ). Zugleich wird die Bundesregierung gebeten, das deutsche Kooperations- und Genossenschaftswesen in Richtung mehr Attraktivität zu entwickeln, mindestens diesbezüglich klare Absichten zu haben.

Letztlich geht es auch darum, dass das Genossenschaftswesen viele Menschen dazu befähigen kann, zu erkennen, wie man sich zugunsten seiner Region, Gemeinde, etc, engagieren kann, zumal das Vereinsrecht diesbezüglich kaum wirtschaftsbezogene Aktivitäten eröffnet. Insoweit wäre die Genossenschaft auch eine gute Ergänzung, um das Vereinsleben auf gesündere Beine zu stellen; wie wärs - neben Bürger- oder Energiegenossenschaften, z.B. mit VEREINS-GENOSSENSCHAFTEN ....?