Willkommen

GENOSSENSCHAFTEN sind wichtiger Teil eines Modernen COOPERATIONS-Wesens. Sie bilden die Struktur für einfaches, schnelles und effektives Zusammenwirken für MENSCHEN in unterschiedlichsten Situationen. Eine passende Struktur zu haben, ist eine gute Ausgangsposition. Wer in "GRUPPEN-VORTEILEN" denkt, hat ein wesentliches Prinzip von COOPERATION verstanden ...
Unser Beraterin Genossenschaftsfragen: DEGP Deutsch-Europäischer Genossenschafts- u. Prüfungsverband e.V.
Weitere Informationen zu den Themen Genossenschaften, Coop, CoopGo, SmartCoop, WirKraft-Werke, usw. finden sie auf der Homepage des MMW Bundesverband der Cooperationswirtschaft e.V. Gern können Sie uns Ihre Fragen, Hinweise oder Beiträge zusenden.
Anmerkungen: A. Wir arbeiten mit der Bürgerbewegung CoopGo zusammen. Sie ist unabhängig und überparteilich. Sie vereint Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft. Diese eint Vision und Erkenntnis, dass Kooperation den Menschen mehr entspricht als Konkurrenz. Deshalb gibt sie Anregungen für eine "Welt in Kooperation". B. Zu den neuen Entwicklungen im Bereich Genossenschaften lohnt sich auch ein Besuch bei GenossenschaftsWelt - GenoNachrichten - CoopGo

20.02.2019

Das „Coop-Impulse-Testing“ – Wieviel “Coop“ ist in einem „Coop“ ?


Wir leben in einem System in dem – noch - beinahe alles im Modus von „Gegeneinander“ funktioniert. Aber es beginnt ein unaufhaltsamer Bewusstseins-Wandel. Immer mehr Menschen „sehnen“ sich nach einer „Miteinander-Gesellschaft“. Wir – und andere – nennen das die “kooperative Zeitenwende“.
Sie suchen nach einer Gesellschaft und Wirtschaft, die nach „kooperativen Spielregeln“ funktioniert. Aber nicht alles, was als Kooperation (Coop) ausgegeben wird, ist wirklich auch „kooperativ“. Oftmals ist das lediglich der Unkenntnis geschuldet, manchmal werden allerdings auch „Kooperationen“ – wie z.B. Genossenschaften oder Vereine gezielt  „kooperativ benutzt“, um die höchst eigenen Interessen verdeckt zu halten.
Mit dem „Coop-Impulse-Testing“ wird das recht schnell entlarvt …
Wir bzw. Sie wissen sofort, ob dies überhaupt ein sinnvoller Coop ist und vor allem – Sie erkennen auch dessen Einwirkungen auf das „Konkurrenz-Umfeld“
Nicht nur für „Coop-Starter“ (Gründer) macht es Sinn, den Test zu kennen, auch Menschen, die sich an „Coops“ beteiligen möchten, wissen jetzt, ob sich das für sie wirklich „lohnt“ …
     

C-I-T

Coop-Impulse-Testing

(Mittels quantenphysikalisch optimierter Testverfahren die – aktuellen und zukunftsfähigen – Kooperations-Potenziale  von Personen, Institutionen, Unternehmen, Konzeptionen, Regionen,  etc. ermitteln) Nachfolgend einige Hinweise zum „Selbst-Testen“.

Anmerkung:

Veröffentlicht werden nur Messungen, die „cooperative Impulse“ für bestehende und neue Coops auslösen. Deshalb wird das Instrument  „Coop-IMPULSE-Test“ genannt.

Hinweise:

·         Coop-Werte von „9“ bis „11“ wirken „vitalisierend“ und beinhalten  starke „Potenziale“ eines Coop-Wandelns und sind stark „vitalisierend“ für die „MitWirkenden“..
·         Coop-Werte von „6“ bis incl. „8“ sind – vereinfacht ausgedrückt – „Coop-stärkend“. Sie tragen zur allgemeinen „Vitalisierung“ bei; abhängig von der jeweiligen Intention und Situation der „Nutzer“
·         Die Coop-Stufen von „5“ (und weniger) singnalisieren eindeutige „Coop-Vakanzen“ (Verluste), d.h. sie schwächen und verursachen – nach innen und außen – „Unwohlsein“; ein deutliches Zeichen für „Energieverlust“ und „Konkurrenz-Dominanz“.
·         Coop-Stufen über „11“ sind eigentlich derzeit „global“ (noch) nicht erreichbar. Sie sind Stufen eines ganzheitlichen kooperativen Bewusstseins. Hier geht es um SEIN, wenig um TUN. …

Kategorie
Höchste Coop-Stufen

11+


Die ganzheitlich bewussten Coop-Ebenen
Wirkung
Nach innen und außen “strahlt“ sozusagen alles und jeder Coop aus


Kategorie
Höhere Coop-Stufen

K 11

Entstehung sehr hoher Coop-Transfer-Potenziale

Wirkung
Sehr starkes „Konkurrenz-Wandlungs-Potenzial“

K 10

Entstehung stabiler Coop-Transfer-Potenziale

Wirkung
Starkes „Konkurrenz-Wandlungs-Potenzial

K 9

Entwicklung latenter Coop-Transfer-Potenziale

Wirkung
Stabil gutes „Konkurrenz-Wandlungs-Potential“



Mittlere Coop-Stufen

K 8

Entwicklung sehr gut stärkender Coop-Potenziale.

Wirkung
Gutes „Konkurrenz-Wandlungs-Potenzial“

K 7

Entwicklung gut stärkender Coop-Potenziale

Wirkung
Deutlich erkennbares „Konkurrenz-Wandlungs-Potenzial“

K 6

Entwicklung stärkender  Coop-Potenziale

Wirkung
Partiell erkennbares „Konkurrenz-Wandlungs-Potenzial“



Untere Coop-Stufen („Pre-Coop“)

K 5

Entwicklung eher bedeutungsloser Coop-Potenziale

Wirkung
Kein „Konkurrenz-Wandlungs-Potenzial“ zu erkennen

K 4

Entwicklung eher schwächender Coop-Potenziale

Wirkung
Leicht „konkurrenz-stabilisierend“

K 3

Entwicklung stark schwächender Coop-Potenziale

Wirkung
Latent „konkurrenz-stabilisierend“

K 2

Entwicklung schädigender  Coop-Potenziale

Wirkung
Deutlich „konkurrenz-stabilisierend“

K 1

Entwicklung fatal negativer Coop-Potenziale

Wirkung
Massiv „konkurrenz-stabilisierend“



C-I-T


Jetzt kann jeder leicht (s)eine Kooperation selbst         „er-testen“ und gezielt Veränderung anbahnen.
( Informationen zu speziellen „C-I-T-Seminaren“ unter:


24.09.2018

Entwicklungsgenossenschaften


Jetzt übernehmen Zuwanderer wirtschaftliche Verantwortung für ihre Herkunftsländer

Viele Zuwanderer nach Deutschland gehören zu den Menschen, die für den wirtschaftlichen Aufbau ihrer Herkunftsländer von großer Bedeutung sind.
Natürlich sind das Menschen, an denen Deutschland durchaus Interesse findet, denn bereits jetzt gibt es Bedarf z.B. an Nachwuchskräften im Handwerk.
Eigentlich irgendwie ideal für unser Land. Aber fatal für das jeweilige Herkunftsland!

Verbindet man jedoch kreativ und zugleich fair beide Positionen miteinander – wir nennen das „SmartCoop“ -  dann könnte das etwa wie folgt aussehen:

Im Rahmen des „Marshallpanes mit Afrika“ des BMZ könnte man Entwicklungsgenossenschaften fördern. Einerseits werden fachliche und zugleich kooperativ-unternehmerische Qualifikationen vermittelt. Jedoch nicht, um diese Menschen hier zu „integrieren“, sondern um sie zu stimulieren und zu finanzieren, damit sie ihrem Herkunftsland Nutzen stiften können.

Zugleich entstehen in verschiedenen Regionen Deutschlands spezielle „Gewerbeparks“, die auf Forschung und Entwicklung von „situationskonformen Techniklösungen“ spezialisiert werden. Sicherlich spielen dabei Energieversorgung und Ernährung eine vorrangige Rolle, aber nicht nur.

Entwicklungsgenossenschaften werden von Menschen aus den Herkunftsländern maßgeblich geleitet. Sie sind zugleich Teilhaber und stellen die Vorstände und Aufsichtsräte der neuen Entwicklungsgenossenschaften. Handwerksunternehmen und Handwerkskammer leisten Unterstützung im Rahmen der fachlichen Qualifikation, Handwerksbetriebe (vorzugsweise in genossenschaftlicher Form übernehmen – in Verbindung mit Genossenschaftsverbänden – die kooperativ-unternehmerische Qualifizierung. Gemäß dem jeweiligen Unternehmensgegenstand werden die „Themen-Gewerbeparks“ mit den jeweiligen Entwicklungsgenossenschaften verbunden. Im Rahmen des „Marshallplans mit Afrika“ koordiniert BMZ die Projekte. BMZ und Forschungsministerium gestalten entsprechende Förderprogramme.

Möglich wäre sicherlich auch, dazu Stiftungen zu initiieren, um dem Konzept nicht nur mehr finanziell mehr Power zu verschaffen, sondern auch Deutschen die Möglichkeit einzuräumen, sich z.B. als „investierende Mitglieder“ direkt in solche Projekte einzubringen.

Solche Initiativen deuten das an, was Willy Brandt bereits vor Jahrzehnten – sinngemäß - anmahnte: Wir müssen konkret, nachvollziehbar und transparent die Menschen in unserem Land bei der Lösung konkreter Fragen mitwirken lassen. Nichts spräche aus dieser Sicht dagegen, dass auch Deutsche solche Entwicklungsgenossenschaften initiieren, sich daran aktiv - oder eher „investierend“ – beteiligen.

Man stelle sich vor, was ein solches Konzept für eine positive politische Resonanz in der Bevölkerung auslösen würde und wie sich Konfrontation plötzlich zu einsichtsvoller Kooperation wenden könnte. …

21.09.2018

CoopGo-Afrika: Der „Marshall-Plan“ des BMZ in Aktion




Integrationsgenossenschaften und Entwicklungsgenossenschaften – Jetzt übernehmen Zuwanderer Verantwortung für ihre Herkunftsländer.  

Der „Marshall-Plan“ mit Afrika ist wichtig und nachvollziehbar. Es geht jetzt darum, recht zeitnah und nachvollziehbar, positive Ergebnisse zu erzielen. Wo? Natürlich in den sog. Entwicklungsländern selbst, dort wo die Problemauslöser sind, weshalb sich Menschen überhaupt auf den Weg machen, ihr Herkunftsland zu verlassen. Damit stellen sich zwei wichtige Fragen:

A. Wie soll sich aber dort etwas zeitnah verändern? 
B. Wer - und Was soll diese Veränderung – und in welche Richtung – nachhaltig
    bewirken?  

Ansatz der Entwicklungspolitik war bisher eher, etwas „für“ diese Länder zu tun. Natürlich gab es den Ansatz der „Hilfe zur Selbsthilfe“. Aber er scheint – in der bisherigen Form – noch nicht das erhoffte Ergebnis gebracht zu haben. Es liegt uns fern, das Bemühen der engagierten Entwicklungsorganisationen oder des zuständigen Bundesministeriums zu kritisieren. Sie haben einen guten Job gemacht, im Rahmen der ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen. Nein, es geht nicht um Kritik, es geht um die Schaffung einer „Verantwortungsgemeinschaft“, es geht um eine Erweiterung des bisherigen „Entwicklungs-Paradigmas“, vielleicht sogar um eine Art entwicklungspolitischen „Quantensprung“. Und in diesem neuen Verständnis wird es nicht anders gehen, als die Menschen in oder aus „Entwicklungsländern“ an ihre Verantwortung für die Menschen ihres (Herkunfts-) Landes, für ihre dortigen Familien zu erinnern.   

Die Zeit drängt, denn durchaus ernstzunehmende Kenner der afrikanischen Verhältnisse prognostizieren, dass sich in nicht ferner Zukunft eine neue Welle von Zuwanderern nach Europa und damit auch ganz sicherlich nach Deutschland, auf den Weg begeben wird, um den für sie unerträglichen Verhältnissen in ihren Herkunftsländern zu entfliehen. Es ist müßig, einen Thesenstreit darüber zu führen, ob es sich wirklich immer um „Asylsituationen“ handelt. Statt über rechtliche oder polizeiliche, gar militätrische Maßnahmen der „Abwehr“ nachzudenken, sollten jetzt über Ursachenbeseitigung nachzudenken. Es sind Themen wie Humanität, Verantwortung und die Veränderung der oftmals menschenunwürdigen Lebensverhältnisse in Afrika. Genau dazu kann der „Marshall-Plan“ dienen.
Das dazu passende Konzept heißt:
·         Vorbehaltlose, intelligente und faire Kooperation.
Die einfachste Umsetzungsform ist eine Kombination von genossenschaftlicher Struktur und unternehmerischer Selbstverantwortung. CoopGo – Afrika will in diesem Kontext – als Teil des „Marshall-Planes mit Afrika“, Entwicklungsgenossenschaften entstehen lassen, die von Menschen aus den Herkunftsländern geführt und verantwortet werden und die auf Technik zurückgreifen, die dem wirtschaftlichen Aufbau in den Herkunftsländern dauerhaft nützen.   

Der MMW Bundesverband der Cooperationswirtschaft hat dazu – in Verbindung mit „Kooperations-Experten“ – das Konzept „CoopGo – Afrika“ entwickelt. Gerd K. Schaumann (Vorstand bei MMW) stellte nunmehr der Öffentlichkeit Rahmen und erste Inhalte dieses Konzeptes vor.   
MMW präferiert grundsätzlich Entwicklungs-Partnerschaften in kooperativen Formen, vor allem Genossenschaften. CoopGo – Afrika ist sozusagen eine logische Fortsetzung der Konzeptionen „Integrationsgenossenschaften“ und „Migrationsgenossenschaften“. In beiden Konzepten ist der Kerngedanke enthalten, dass die sich in Deutschland aufhaltenden Menschen aus den Herkunftsländern, Verantwortung für die Menschen in ihren Herkunftsländern übernehmen.
Untersuchungen zeigen, dass ein großer Teil der Zuwanderer der letzten Jahre nach Europa und Deutschland, einen weiteren „Aderlass“ an Entwicklungsfähigkeit für die Herkunftsländer bedeutete.
Um dem entgegenzuwirken, gehen wir bei MMW davon aus, genossenschaftliche Firmen aufzubauen, die mit den Herkunftsländern eng verknüpft sind. Zahlreiche Zuwanderer der letzten Jahre haben bereits gezeigt, dass sie fähig und willens sind, sich vor allem in Handwerksbereichen, gezielt auf eine Selbständigkeit vorzubereiten. Die Frage ist nur, ob sie danach noch hinreichend bereit sind – außer dem gewiss wichtigen Geldtransfer -  auch einen verstetigten unternehmerischen Entwicklungstransfer zugunsten ihrer Herkunftsländer zu leisten? 

Im Konzept „Integrationsgenossenschaften“ ist der Ansatz „Verantwortung für das Herkunftsland“ zu übernehmen, bereits enthalten, jedoch eher als Idee oder weitere Option. Der Schwerpunkt der Integrationsgenossenschaften liegt zunächst vor allem darin, Bereitschaft und Fähigkeit zum kooperativ eigenständigen unternehmerischen Handeln als Alternative zur Arbeitslosigkeit oder „geringwertiger“ Beschäftigung in Deutschland zu sehen.

Das Konzept „Entwicklungsgenossenschaften“ geht über diesen Ansatz erheblich hinaus. Zwar geht es auch um Integration, denn die Kooperationsunternehmer sollen bzw. können durchaus ihren Wohnsitz in Deutschland haben, aber sie sollen und müssen, zugleich bereit sein, wirtschaftlich aktiv zugunsten der wirtschaftlichen Entwicklung ihres Herkunftslandes zu wirken.

Im MMW-Konzept werden z.B. folgende Besonderheiten für Entwicklungs-genossenschaften (E-Genos) genannt:

A.    Soweit sich nicht aus dem Kreis der derzeitigen Zuwanderer in Deutschland hinreichend Personen anbieten, um im Konzept „Entwicklungsgenossenschaften“ mitzuwirken, können durchaus auch aktiv Menschen in potenziell schwierigen Herkunftsländern zwecks „MitMachen“ angesprochen werden. Wohl gemerkt, es geht nicht darum, mehr oder weniger „Zuwanderer“ im Land zu haben, sondern Probleme in den potenziellen Herkunftsländern zu lösen, um „Wanderungsbewegungen“ tendenziell zu mindern oder ganz zu vermeiden.
B.    Für jedes potenzielle Herkunftsland werden sogenannte „Entwicklungs-Profile“ erstellt, die ermitteln und festlegen, welche Art von Technik und mit welchen Eigenschaften, erforderlich sind, um nachhaltig positive Entwicklungstrends zu gewährleisten.
C.    In sogenannten „Qualifizierungs- und Entwicklungszentren“ werden in Deutschland gezielt technische Lösungen - für diese Herkunftsländer – entwickelt, weiterentwickelt und erprobt. Außerdem übernehmen diese „Q+E-Zentren“ die Qualifizierung der potenziellen Anwender/Nutzer und unterstützen bei der Umsetzung in den Herkunftsländern.
D.   Parallel oder integriert in die „Q+E-Zentren“ erfolgt, sowohl eine fachliche,  sowie zusätzlich eine „kooperativ-unternehmerische“ Qualifizierung. Handwerks-kammern in Verbindung mit Handwerksbetrieben wären für die fachbezogene Qualifizierung zuständig, während Genossenschaftsverbände in Verbindung mit  Handwerksbetrieben (vorzugsweise Genossenschaften des Handwerks) für die kooperativ-unternehmerische Qualifizierung verantwortlich wären.
E.    Eine Gesamtkoordination – im Rahmen des Marshall-Planes - könnte bei einer AG „Entwicklungsgenossenschaften“ liegen, die an das BMZ angebunden wäre.

Wir bewegen uns mit dem MMW-Konzept „CoopGo Afrika“ auf Neuland, so der MMW Vorstand. Aber es lohnt sich, neue Wege zu gehen. Die Menschen in unserem Land erwarten überzeugende politische Antworten, die wirkliche Problemlösungen erkennen lassen. Weder eine „unbedingte“ Integration vermag zu überzeugen, noch vermag man den Menschen im Lande zu erklären, dass die Ursachen der Zuwanderungen konsequent genug und orientiert an den wirtschaftlichen Ursachen, behandelt werden. Erfreulich, dass eine große Mehrheit der deutschen Bevölkerung allein in polizeistaatlichen oder gar militärischen Maßnahmen keine nachhaltige Problemlösung sieht.

Immer mehr wird deutlich, dass ein großer Anteil der Zuwanderer genau zu der Personengruppe zählt, die dringend in ihren Herkunftsländern für deren Wirtschaftsaufbau benötigt werden. Man könnte fast sogar sagen, dass Zuwanderung nach hier dazu führt, den Problemdruck in den Herkunftsländern eher noch ansteigen lässt. Trägt „unbedingte“ Integration sogar zur Problemverschärfung bei und erzeugt quasi neue Wanderungsbewegungen? Es gibt durchaus ernstzunehmende Meinungen von Entwicklungsexperten, die eine solche Vermutung bestätigen.

Wir haben inzwischen zu einem Konzept der Einforderung von „Herkunftsländer-Selbst-Verantwortung“ eigentlich keine Alternative. Aber so etwas macht auch nur Sinn, wenn in entsprechenden Projekten diese Verantwortung „eingefordert“ werden kann. Wir sind sogar sicher, dass die Mehrzahl der eingewanderten Menschen gern bereit ist, ihre „Herkunftsland-Verantwortung“ aufzugreifen und sie wahrzunehmen. Aber sie haben bisher keine Chance gehabt zu zeigen, wie ernst sie das meinen.

Entwicklungsgenossenschaften, die konsequent und kooperativ Menschen zum unternehmerischen Handeln für ihr Herkunftsland befähigen, könnten Wegweiser für einen „Paradigmenwechsel“ der Entwicklungspolitik werden. In diesem Konzept werden die Menschen, die ihrem Land fehlen, sozusagen unternehmerisch qualifiziert, um selbst als die „wahren Entwicklungshelfer“ für ihr Land tätig zu sein. Dafür werden sie hier qualifiziert und – egal ob Asylanspruch oder nicht – sie erhalten einen Rechtsstatus, der ihnen auch garantiert, in ihr Herkunftsland einzureisen, ohne ihr Aufenthaltsrecht in Deutschland einzubüßen. Wir nennen das „Smart-Coop-Development“, eine intelligente Form, um lösungsorientiert, Menschen, Wirtschaft und Herkunftsland miteinander zu verbinden.
Willy Brandt sprach bereits vor Jahrzehnten von „Interdependenzen“ (wechselseitige Abhängigkeiten) und warb – bisher eher ohne wirksame Resonanz – für intelligente „Nord-Süd-Lösungen“.

Auch aus Eigeninteresse sollten wir es jetzt und rechtzeitig schaffen, „Vorsorge“ zu treffen, bevor neue Zuwanderer – diesmal aus großer Existenznot – an den Grenzen Europas erscheinen. Noch haben wir die Chance, die „Herkunftsland-Verantwortung“ einzufordern. Wenn größere Hungersnöte Wanderungs-bewegungen auslösen, kann man wohl kaum an eine „Herkunftsland-Verantwortung“ erinnern.

Entwicklungsgenossenschaften sind sicherlich nicht der einzige Weg zur Problemlösung, aber der einzige Weg, der uns die Möglichkeit einräumt, Zuwanderer mit der Frage nach ihrer „Herkunftsland-Verantwortung“ legitim anzusprechen.
        
               

17.07.2018

ICO in Genossenschaften - Könnte das funktionieren?



Presseveröffentlichung



Genossenschaften benötigen Finanzierungs-Innovationen

Sind dafür auch „ICOs“ in Kooperation denkbar und machbar?

Wer heute in Genossenschaft ein oder mehrere überzeugende Projekte realisieren will, steht vor der schier unlösbaren Frage, woher die Mittel dafür nehmen? Der MMW Bundesverband ist genau dieser Frage nachgegangen und konnte schnell feststellen: Neben Ratlosigkeit, bekam man lediglich zu hören, was und warum alles nicht geht. Sinnvolle Antworten blieb man schuldig.
Man macht es sich zu leicht, in den Etagen der Politik, einerseits das „Loblied“ pro Genossenschaften einzustimmen und andererseits – eher überrascht – zu tun, wenn man auf die möglichen Ursachen zu sprechen kommt, weshalb lediglich 0,2% der Genossenschaften dem Mittelstand zuzurechnen sind. Und wenn man dann noch die Frage aufwirft, wo die Ideen bleiben, um aus „Reden die Taten“ entstehen zu lassen und ob es dazu Ansprechpartner in Ministerien oder Parteien gibt, dann kann man allenfalls erwarten, dass man „Good will“ erfährt, aber keine konkreten Konzepte bestehen.

Da ist die Frage mehr als angebracht, ob man unter „Genossenschafts-Sektor“ lediglich kleine „Inseln“ versteht, oder ob man ob man bereit ist, Genossenschaften mindestens gleiche Chancen einzuräumen, um Innovationen in Erscheinung treten zu lassen, die Menschen wollen und an denen sie teilhaben möchten, weil sie über Nutzen und Sinn mitentscheiden wollen.

MMW hat – in Verbindung mit Experten unterschiedlichster Professionen und Erfahrungen – genau diese Fragen in einem Hearing ausgewertet und nach Lösungen gesucht, ob und wie Möglichkeiten bestehen, aktuell etwas zu bewegen oder ob man erste wiederum Jahre warten müsse, bis sich etwas in Richtung positiver Signale für interessante Genossenschaft-Projekt-Finanzierungen bewegen lässt.

Von besonderem Interesse war auch der Frage nachzugehen, welche Vorteile derzeitig ein Unternehmen hat, das nicht kooperativ ausgerichtet ist, sondern in den bekannten Rechtsformen einer GmbH oder AG eine größere Innovation – sozusagen im „Konkurrenz-Sektor“ unternehmerisch in Erscheinung bringen will.

Neben den eher fach- und sachbezogenen Fragen, wurden auch Fragen einbezogen, die man durchaus als politisch oder gesellschaftspolitisch für relevant halten könnte, wenn Projekte zur Finanzierung im „Komkurrenz-Sektor“ anstehen.
Dazu einige der wichtigsten gestellten Fragen:

A.   Woher kommen die Fördermittel (die eigentlichen Geldgeber)?
B.   Was geschieht mit dem Mehrwert, der sich aus solchen „Steuermittel-Finanzierungen“ ergeben?
C.   Was geschieht, wenn die Mittel nicht zu dem erhofften Erfolg führen, sozusagen „in Sand gesetzt“ werden?
D.   Wer beurteilt die Folgewirkungen der eingesetzter Mittel in Hinblick auf deren Auswirkungen und Förderlichkeit für Menschen und Gesellschaft?
E.   Werden besondere Anforderungen an die Antragsteller gestellt, die sich auf die Menschen beziehen, die für den oder die Antragsteller tätig werden?

Man kann sich des „Gefühls“ nicht ganz entziehen – so fasste einer der Wirtschaftswissenschaftler das Ergebnis zusammen – dass man seitens der Politik solche Fragen gern ausblendet, weil es einfach keine anderen „Angebote“ gibt. Es gibt keine Genossenschaften oder andere Kooperations-Unternehmen, die überhaupt Zugang zu solchen Programmen haben. Und weil das so ist, können solche – wichtigen Fragen – einfach schlichtweg nur ausgeklammert werden.

Zusammengefasst – so die Hearings-Teilnehmer - kann wohl gesagt werden:

a.    Alle diese Mittel speisen sich letztlich aus Steuern.
b.    Wenn die Mittel nicht zur Wirkung kommen, d.h. „vernichtet“ werden, müssen sie „ausgebucht“ werden, sofern auch bestehende „Schuldversprechen“ der Antragsteller nicht einbringbar sind.
c.    Eine Art „Folgewirkungs-Beurteilung“ wird eher sekundär gemacht. Es reicht eigentlich aus, dass die Mittelverwendung in den Kontext der jeweiligen Programme passt. Es gibt keine direkte Möglichkeit des Mittelgebers auf die – meist erst später erkennbaren – konkreten unternehmerischen Entscheidungen.
d.   Auch gibt es keine – zumindest keine relevanten und dann auch korrigierbaren – Einflussmöglichkeiten des Mittelgebers auf soziale Folgen, wie z.B. „Rationalisierungs-Entlassungen“.
e.    Verkürzt kann gesagt werden: Gewinne werden subventioniert und Verluste werden sozialisiert.

Recht sicher kann wohl gesagt werden: Im „Spielfeld Konkurrenzwirtschaft“ findet Jahr für Jahr ein enormer Transfer von Steuermitteln der Allgemeinheit in Richtung Individual-Vermögen von Wenigen statt. Und recht sicher kann man wohl auch sagen, dass davon eigentlich zu wenig im Interesse der Allgemeinheit zur Wirkung kommt. 

Konfrontiert man Politiker im persönlichen Gespräch, so wird das durchaus bestätigt, aber mangels Alternativen, kaum eine Korrektur dieser Situation zu erwarten ist.

Also dienen Fördermittel-Vergabe – zwar unbewusst, aber faktisch - letztlich auch dazu, zu verhindern, dass sich ein Kooperationssektor entwickeln kann, solange beim Zugang zu solchen Fördermitteln keine „Zugangs-Gleichheit“ für Genossenschaften besteht.

Die Idee, den Genossenschafts-Sektor z.B. im Mittelstand mehr Gewicht zu geben, bleibt eine Illusion, solange nicht speziell für diesen Sektor Förderung entwickelt wird, die auch so etwas wie einen Nachteilsausgleich beinhalten sollte.

Was würde nun aber anders sein, sofern man den Genossenschafts-Sektor tatsächlich gleichbehandeln oder gar – vorübergehend – „privilegieren“ würde?

Die größere Anzahl der Teilhaber und die nach innen wirkenden Kontroll- und Fördermechanismen lassen es als durchaus möglich erscheinen, dass mehr Verantwortlichkeit im Interesse des Ganzen geschieht. Wer sich für eine Genossenschaft entscheidet, um wirklich innovative Projekte in Erscheinung zu bringen, lässt vermuten, dass er oder sie offen sind, auch gesellschaftlich negative  „Folgenbeurteilungen“ zu vermeiden.

Wir sehen also, dass es viel Sinn machen kann, den kooperativen Sektor gezielt zu befördern, weil dadurch sehr wohl Impulse auf das Thema „Gesamtverantwortung“ auszulösen sind, was wiederum ermöglicht, so etwas wie ein „Werte- und Verantwortungsbewusstsein“ in der Konkurrenzwirtschaft systematisch anzubahnen.

Was ungelöst bleibt, ist dass es sich letztlich bei Fördermitteln stets um Steuermittel handelt. Die „Mittelgeber“ – also die Steuerzahler – können keinen direkten Einfluss auf die „Mittelverwendung“ (oder auch „Mittelverschwendung“) nehmen. Das ist und bleibt indirekt über die Ebene der Verwaltung gesteuert.

Immer noch irgendwie unbefriedigend, aber durchaus in die richtige Richtung weisend.

Und was bitte, so die – durchaus ernst gemeinte Frage – des MMW-Vorstandes Gerd K. Schaumann – an die „Experten, wäre eine Art „Ideal-Lösung“?

Die Antwort der Experten war verblüffend einfach: Alle diese Voraussetzungen sind gegeben, wenn – auf kooperativer Basis – so etwas wie ein „Crowd-Prozess“ in Gang käme, denn „Schwarmfinanzierung“ beinhaltet Transparenz und jeder Teilnehmer entscheidet selbst, ob die Innovationen (Inhalte) seinen Interessen entsprechen. Die Verluste werden auch nicht „sozialisiert“ und die Gewinne nicht von wenigen „privatisiert“.

Und weil so etwas in Coop geschieht, ist es transparent und nachprüfbar, sofern es keine „Eintritt-Barrieren“ über zu hohe „Mindest-Zeichnungen“ gibt, was es unmöglich macht, dass jeder Mensch – gleich wie seine finanzielle Ausstattung ist – sich an diesen Projekten beteiligen könnte.

Eine besondere Form einer „Schwarm-Finanzierung“ ist ein ICO (Initial Coin Offering) und wird bisher lediglich von „Initiatoren“ genutzt, um ihre eigenen Unternehmen oder Projekte zu finanzieren. Zu Recht wird darauf verwiesen, dass Gelder, die in solche Angebote fließen recht hoch risikobehaftet sind.
Wenn jedoch die Teilnehmer selbst Einfluss auf und Kontrolle über den Einsatz und die Mittel ausüben könnten und an den Erträgen beteiligt wären, so die „Experten“, wäre das durchaus eine ideale Chance, um einen Kooperations- bzw. Genossenschafts-Sektor entstehen zu lassen, der auch zur Entstehung einer Coop-Mittelstandswirtschaft befähigt wäre.

Wird aus der konstatierten„ Krise und Kritik“ (wie oben aufgezeigt) in Richtung Mittelstandsgenossenschaften doch eher eine Lösung, vielleicht sogar eine sehr innovative?

Die Vertreter des – wohl weltweit – ersten „ICO“ in Coop-Form waren nicht nur gefragte Gesprächspartner der Experten, sondern erhielten auch für ihr innovatives Gesamtkonzept viel Zuspruch. Besonders die Idee, dass man sich bereits mit 1,00 Euro an dem Konzept beteiligen kann, war eine überzeugende Offerte, damit sich jeder Teilnehmer ein eigenes Urteil machen kann. (Für weitere Informationen siehe www.äequator.io)

Dem positiven Resümee der „Runde der Experten“ ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, so der MMW-Vorstand. Wir werden das Projekt „Aequator“ kritisch und konstruktiv begleiten, weil wir dringend innovative Projekte und Ideen in Deutschland benötigen, die mittels Genossenschaften umgesetzt werden können – trotz -  bestehender  Chancenungleichheit beim Thema Finanzierung. Jetzt haben die Bürger das Wort, selbst zu testen und zu votieren.

Verschiedene Teilnehmer erinnerten daran, dass vor 200 Jahren Friedrich Wilhelm Raiffeisen „Genossenschaften als Problemlöser“ einer Notlage (Kreditwucher) erfolgreich entwickelte. Vielleicht kann es gelingen – wenn auch erst 200 Jahre später – Genossenschaften zu einem „allgemeineren Problemlöser“ für einen bedeutsamen „Kooperations-Sektor“ zu machen: „Coop-ICO“ ist nicht begrenzt auf die Lösung wirtschaftlicher Themen. Auch im Öko-Sektor und Sozialbereichen gibt es viele Projektidee, die selbstorganisiert auf den Weg zu bringen wären.  
Und warum letztlich nicht auch einen „Förderfonds“ für kleinere Startups mittels „Coop-ICO“ aufbauen …

Die Anregung der Experten folgend, wird der MMW-Vorstand weitere Hearings zum Thema „Genossenschaften und Finanzierung“ durchführen und in diesem Zusammenhang auch über den Verlauf des „Aequator-Projektes“ informieren.
Der Vorstand des „Aequator-Projektes“ sicherte zu, regelmäßig zu informieren und für spezielle – verbandsoffene - „Hearings“ zur Verfügung zu stehen.

Wir als Verband – so der MMW-Vorstand – können uneingeschränkt alle an Kooperation und Genossenschaften interessierte Menschen auffordern, für 1,00 Euro Mitglied an diesem – erstmaligen und derzeit einmaligen – Projekt zu werden. Was wir jedoch nicht tun wollen ist,  Empfehlungen zu geben, um wieviel jeder Einzelne diesen Euro aufstocken sollte. Wer jedoch wirklich etwas in Sachen Kooperation, Genossenschaft „bewegen“ will, wird sicherlich auch Wege finden, sich von den Gremien der Projektinitiatoren, aus Medien oder von unabhängigen Beratern, Entscheidungshilfe zu holen.

Das Resümeee: Ohne Überzeugung, Sachverstand und Selbstverantwortung kann nicht wirklich eine „Miteinander-Gesellschaft“ entstehen, nach der sich inzwischen – stabil laut Umfragen – mehr als 60% der Menschen unseres Landes förmlich „sehnen“ …  
          
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